dbb bundesfrauenkongress 2026Prien: Bestehende Hindernisse bekämpfen ist Verfassungsauftrag
Bundesfamilienministerin Prien lobt die dbb frauen und wirbt für neue Allianzen
In ihrem Grußwort beim dbb bundesfrauenkongress 2026 am 20. März 2026 betonte Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass sie, wie auch die gesamte Bundesregierung, Frauenrechte als Menschenrechte verstehe und dem aktuellen Backlash nicht nur national, sondern auch international entgegentrete. Sie nannte die dbb Bundesfrauenvertretung eine „starke Stimme“ für Frauenrechte: „Sie stärken unsere Demokratie!“ Zur Begründung unterstrich das langjährige CDU-Mitglied Prien: „Gleichberechtigung ist die zentrale Frage unserer Demokratie.“ Bestehende Hindernisse zu bekämpfen ist Verfassungsauftrag.
Dabei ginge es zentral um Parität, zu der sie sich ausdrücklich bekannte und versprach, im Rahmen ihrer Arbeit als Bundesministerin dieses Ziel nachhaltig weiterzuverfolgen. Dabei ginge es um praktische Fragen, wie etwa „Führen in Teilzeit“, die das Bundesfrauenministerium weiter vorantreiben werde. Für die Juristin ist Parität kein Selbstzweck. „Frauen und Männer müssen gemeinsam Verantwortung für dieses Land tragen.“
Prien erinnerte in ihrer Rede auch an Rita Süssmuth, die als Familienministerin vor vierzig Jahren die Frauen in den Zuständigkeitsbereich ihres Hauses holte. Für Süssmuth sei Demokratie zivilisierter Streit gewesen. „Das müssen wir vorleben, damit steht und fällt die Demokratie in unserem Land.“
Mehr Zusammenarbeit nötig - auch mit Jungs und Männer
Zum Abschluss ihres Grußwortes kündigte die Ministerin einen Gesetzentwurf zur Entgeltgleichheit und eine enge Zusammenarbeit mit Bundesjustizministerin Hubig für den besseren Schutz von Frauen und Mädchen vor digitaler Gewalt. Diese hat aus ihrer Sicht „monströse Dimensionen“.
Über Gesetze hinaus seien jedoch gesamtgesellschaftliche Strategien erforderlich, um den Mindset zu verändern. „Auch Jungs und Männer müssen dafür gewonnen werden.“

